Handpflege bei Neurodermitis: Pflege im Alltag
Handpflege bei Neurodermitis: Hände schonend waschen, rückfettend eincremen und mit Handschuhen schützen. Dazu Hinweise zur Produktwahl, zu Rindertalg als Begleitpflege und zum Arztbesuch.
Handpflege bei Neurodermitis heißt: Die Hände nur bei Bedarf und lauwarm waschen, danach rückfetten und bei Wasser, Reinigungsmitteln und Kälte Handschuhe tragen. Das gilt für Menschen mit Neurodermitis an den Händen, auch in Phasen, in denen die Haut ruhig ist. Eine Creme ersetzt keine ärztliche Behandlung. Diagnose und Behandlung gehören in ärztliche Hände.
Handpflege bei Neurodermitis: worauf es ankommt
Bei Neurodermitis brauchen die Hände eine tägliche Basispflege, auch wenn die Haut gerade ruhig ist.
Die Hautbarriere ist gestört: Die Haut trocknet aus und wird rissig, das beeinträchtigt ihre Schutzfunktion. An den Händen kommen häufiges Waschen, Putzmittel und Kälte dazu.
Eine Creme ersetzt die ärztliche Behandlung nicht. Ob ein Handbalsam zur ärztlichen Basistherapie passt, klärt die Praxis. Ein Beispiel für eine Begleitpflege ist die Tallow Handcreme von Tays Natural.
Laut einem Übersichtsartikel von 2018 zeigten die meisten Feuchtigkeitscremes bei atopischer Dermatitis einen gewissen Nutzen. Ein Produkt erwies sich im Allgemeinen nicht als überlegen. Eine passende Wahl verbessert laut dem Artikel Akzeptanz und konsequente Anwendung.
Hände waschen und schützen im Alltag
Wasche die Hände nur, wenn es nötig ist, mit lauwarmem Wasser und milder Reinigung.
Jedes Waschen spült Fette aus der Haut, heißes Wasser verstärkt diesen Effekt. Mit diesen Gewohnheiten schonst du die Haut:
- Lauwarm statt heiß: Heißes Wasser kann Juckreiz begünstigen und die Haut reizen.
- Mild reinigen: Eine pH-neutrale Seife oder ein rückfettendes Waschöl eignet sich meist besser als normale Seife, die den natürlichen Säureschutzmantel der Haut schwächt.
- Abtupfen statt reiben: Trockne die Hände vorsichtig mit einem weichen Tuch.
- Handschuhe bei Wasser und Putzmitteln: Unter Spül- und Putzhandschuhen aus Kunststoff schwitzen die Hände weniger, wenn du dünne Baumwollhandschuhe darunter trägst.
- Warme Handschuhe bei Kälte: Kälte lässt die Talgdrüsen weniger Fett bilden, warme Handschuhe schützen davor.
Mehr zu Auslösern im Alltag steht im Ratgeber Juckende Haut.
Eincremen: wie oft und womit?
Creme die Hände mindestens zweimal täglich und bei Bedarf ein, zum Beispiel nach dem Waschen.
Das gilt auch in Phasen, in denen die Haut ruhig ist. Je trockener die Haut, desto höher sollte der Fettanteil der Pflege sein. Salben bilden einen dicken, lange anhaltenden Schutzfilm, Cremes ziehen schneller ein. Für Hände eignen sich eher fettigere Produkte.
Handrücken und Fingerzwischenräume werden oft vergessen. Nachts hilft eine sehr fettreiche Pflege mit dünnen Baumwollhandschuhen darüber, damit nichts verschmiert. Vor dem Eincremen sollten die Hände sauber und die Fingernägel kurz geschnitten sein.
Worauf du bei der Produktwahl achtest
Wähle eine rückfettende Pflege ohne Duft- und Farbstoffe und lies die Inhaltsstoffliste.
- Ohne Duft- und Farbstoffe: Sie und bestimmte Konservierungsmittel können die Haut zusätzlich belasten.
- Passender Fettanteil: Trockene Haut braucht mehr Fett.
- Verträglichkeit vor Preis: Es gibt keinen Beleg, dass spezielle oder teurere Produkte besser sind.
- Ärztliche Abstimmung: Neue Pflege passt zur ärztlichen Basistherapie, nicht zufällig daneben.
Die Angabe parfümfrei ist nicht immer verlässlich. In einer Studie mit über 150 Produkten enthielt fast die Hälfte der als parfümfrei deklarierten Präparate einen Duftstoff oder andere Allergene, berichtet Gesundheitsinformation.de. Die gleichen Grundsätze gelten für das Gesicht, nachzulesen in Gesichtscreme bei Neurodermitis.
Handbalsam als Begleitpflege: was zu beachten ist
Ein Handbalsam kann als Begleitpflege dazukommen, ist aber Pflege fürs Hautgefühl und keine Behandlung.
Der Tays Natural Tallow Balm besteht aus Rindertalg und Jojobaöl, ist wasserfrei und kommt ohne Emulgatoren aus. Die Sorte Natur ist unparfümiert, Lavendel und Zitronengras enthalten natürlichen Duft. Nicht jede Haut verträgt fettreiche, tierische Pflege gleich gut, und Rindertalg ist nicht vegan.
Wer es ausprobieren möchte, geht so vor:
- Sprich es vorher mit deiner Hautärztin oder deinem Hautarzt ab.
- Teste zuerst an einer wenig beanspruchten Stelle, zum Beispiel am Handgelenk.
- Trag den Balm nur auf intakte Haut auf, nicht auf nässende, offene oder stark entzündete Stellen.
- Entnimm den Balm aus dem Tiegel mit einem sauberen Spatel oder Löffel, damit sich keine Bakterien sammeln.
- Setz den Balm bei Hautreaktionen ab und sprich mit deiner Praxis.
Wann du ärztlichen Rat einholen solltest
Such ärztliche Hilfe, wenn die Hände nässen, bluten, sich entzünden, stark jucken oder die Beschwerden trotz konsequenter Pflege bestehen bleiben.
Juckende, schuppige und rissige Hände können laut Apotheken Umschau auch auf eine Hautkrankheit wie Neurodermitis oder Schuppenflechte hinweisen. Wie du bereits eingerissene Haut im Alltag pflegst, steht im Beitrag Rissige Hände.
Hinweis: Tays Natural bietet Pflege, kein Heilmittel. Bei anhaltenden Beschwerden ärztlich abklären.



