Trockene Ellenbogen: Ursachen und was im Alltag hilft
Trockene Ellenbogen entstehen oft durch Heizungsluft, Kälte, übertriebenes Waschen und Reibung. Hilfreich sind milde Reinigung und Pflege direkt nach dem Duschen; Warnzeichen sprechen für ärztlichen Rat.
Bei Erwachsenen ohne Rötung, Schuppen und starken Juckreiz entstehen trockene Ellenbogen oft durch Heizungsluft, Kälte, übertriebenes Waschen, Reibung im Alltag und eine geschwächte Hautbarriere. Mildes Waschen und reichhaltige Pflege direkt nach dem Duschen unterstützen die Haut. Bessert sich die Haut trotz Pflege nicht, sollte eine Arztpraxis sie ansehen.
Trockene Ellenbogen: Warum die Haut dort so schnell austrocknet
Trockene Ellenbogen sind meist ein Pflegeproblem der Hautbarriere. Die Barriere hält Feuchtigkeit und Fette (Lipide) in der Haut. Verliert sie beides schneller, als der Körper es ausgleichen kann, trocknet die Haut aus, wird rau und spannt.
Laut Apotheken Umschau spannt und juckt trockene Haut besonders leicht an Unterschenkeln, Händen, Ellbogen und Unterarmen. Im Winter setzt der Wechsel zwischen trockener Heizungsluft drinnen und Kälte draußen zusätzlich zu. Bei sehr niedrigen Temperaturen verengen sich die Blutgefäße. Die Haut wird schlechter durchblutet, ihre Schutzfunktion lässt nach.
Dazu kommt der Alltag. Laut Apotheken Umschau verstärken gewöhnliche Seifen und entfettende Waschgels die Trockenheit, ebenso heftiges Rubbeln. Aufstützen und Reiben belasten die Ellenbogenhaut mechanisch: beim Arbeiten am Schreibtisch, mit dem Ärmel an der Tischkante oder beim Abstützen auf dem Lenker.
Pflege setzt genau hier an: Reichhaltige Pflege gibt der Haut Fett zurück. Eine feste Körperbutter eignet sich dafür, weil sie kaum Wasser enthält und besonders reichhaltig ist.
Wie du trockene Haut am ganzen Körper pflegst, zeigt der Ratgeber zu trockener Haut ausführlicher, für die Beine gibt es einen eigenen Ratgeber zu trockener Haut an den Beinen.
Was hilft bei rauen Ellenbogen im Alltag?
Bei rauen Ellenbogen helfen drei Gewohnheiten: mild reinigen, direkt nach dem Duschen eincremen und die Haut nicht zusätzlich aufrauen.
Lauwarm duschen, mild waschen
Die Apotheken Umschau rät zu lauwarmem Wasser beim Duschen, eventuell nur jeden zweiten Tag, und zu milden, seifenfreien Waschgels. Heftiges Rubbeln greift die Haut zusätzlich an, deshalb die Ellenbogen danach nicht rubbeln.
Hautpflege direkt nach dem Duschen
Die Tageszeit ist nicht entscheidend, wichtig ist der Moment: möglichst direkt nach dem Duschen, Baden oder Waschen, wie die AOK empfiehlt. Dann liegt die Haut noch feucht, und die Pflege schließt diese Feuchtigkeit ein.
Je trockener die Haut, desto eher passen laut AOK reichhaltige Produkte mit mehr Öl als Wasser. Laut AOK kann es bei sehr trockener Haut sinnvoll sein, bis zu dreimal am Tag einzucremen, vor allem an häufig gewaschenen Stellen. Warum gerade das Duschen die Haut austrocknet, erklärt der Ratgeber zu trockener Haut nach dem Duschen.
Sanftes Peeling nur gelegentlich
Häufige Peelings verträgt trockene Haut laut Apotheken Umschau nicht gut, weil ihre Hornschicht dünner und weniger robust ist. Als Faustregel passt ein mildes Peeling deshalb höchstens gelegentlich und nur bei intakter Haut; bei roter oder wunder Haut entfällt es.
Körperbutter bei rauen Stellen: Worauf es ankommt
Körperbutter basiert auf festen Ölen und Fetten, etwa Kakao- oder Sheabutter, enthält kaum Wasser und hat eine feste, auf der Haut „schmelzende“ Konsistenz. So beschreibt es die AOK im Überblick zu Bodylotion, Körperbutter und Pflegeöl. Deshalb eignet sie sich für beanspruchte, trockene Stellen.
Für die Ellenbogen lässt sich die Körperbutter zwischen den Fingern erwärmen und gezielt auf die raue Stelle einmassieren, zum Beispiel direkt nach dem Duschen. Auch die AOK nennt Ellenbogen und Knie als Stellen, an denen sich Körperöle einmassieren lassen.
Bei empfindlicher Haut lohnt eine Pflege ohne Duftstoffe, denn Duftstoffe und Konservierungsmittel können empfindliche Haut zusätzlich reizen.
Wer auch an Händen und Unterarmen Trockenheit spürt, findet mit Handbalsam eine Pflege für diese Zonen.
Wann steckt hinter rauer Haut am Ellenbogen mehr?
Bleibt die Haut trotz Pflege rau oder kommen Rötung, Schuppen oder Juckreiz dazu, sollte eine Ärztin oder ein Arzt draufschauen. Pflege kann trockene Haut unterstützen, sie stellt aber keine Diagnose. Die Apotheken Umschau empfiehlt, ärztlichen Rat zu suchen, wenn:
- die Haut auch nach dem Eincremen bald wieder spannt,
- sie in letzter Zeit zunehmend trockener wurde,
- sich an mehreren Körperstellen sichtbar trockene, schuppende Hautstellen zeigen,
- die trockene Haut juckt oder schmerzt,
- die Haut stellenweise gerötet oder entzündet ist.
Ekzem und Schuppenflechte: Wann die Arztpraxis ran sollte
Rötung, Entzündung und Juckreiz sprechen für ärztlichen Rat; ob ein Ekzem oder einfache Trockenheit vorliegt, klärt die Arztpraxis. Auch Schuppenflechte gehört zu den Hautkrankheiten, die mit trockener Haut einhergehen können.
Beide sind ärztliche Diagnosen, die Pflege weder stellt noch ersetzt. Bei Rötung und Schuppen lohnt deshalb der frühe Blick der Hautarztpraxis. Wer an den Oberarmen eher kleine raue Pünktchen bemerkt, liest im Ratgeber zur Reibeisenhaut weiter.
Schilddrüse, Diabetes und Mangel
Die Apotheken Umschau nennt Hormon- und Stoffwechselerkrankungen wie eine Schilddrüsenunterfunktion oder Diabetes mellitus als mögliche Ursachen anhaltend trockener Haut. In der Regel schaut zuerst die Hausarztpraxis nach und zieht bei Bedarf eine Hautärztin, einen Hautarzt oder eine internistische Praxis hinzu. Ob ein Nährstoffmangel dahintersteckt, zeigen Blutwerte. Nahrungsergänzung auf Verdacht gehört nicht zur Pflege.
Hinweis: Tays Natural bietet Pflege, kein Heilmittel. Bei anhaltenden Beschwerden ärztlich abklären.



