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Urea für die Haut: Feuchtigkeit, wo es trocken wird
Urea (Harnstoff) ist ein natürlicher Feuchthaltefaktor, der auch in der gesunden Haut vorkommt. Er bindet Wasser in der Hornschicht und macht trockene, raue Haut spürbar geschmeidiger. In höherer Konzentration kann Urea zusätzlich verhärtete, schuppige Haut aufweichen und glätten. Er gilt als bewährter, gut verträglicher Pflegestoff.
Urea ist Teil des natürlichen Feuchthaltesystems der Haut. In der Pflege übernimmt er zwei Aufgaben, je nach Menge. In niedriger Konzentration (etwa bis fünf Prozent) wirkt er feuchtigkeitsbindend und macht trockene Haut weicher und glatter. In höherer Konzentration (zehn Prozent und mehr) löst er zusätzlich Verhornungen und hilft bei rauen, schuppigen oder verhärteten Stellen, etwa an Ellbogen, Knien oder Fersen.
Damit ist Urea einer der wenigen Feuchtigkeitsspender, der nicht nur auffüllt, sondern raue Haut spürbar glättet.
Urea (Harnstoff) richtig anwenden
Für das Gesicht und allgemein trockene Haut sind niedrige Konzentrationen üblich. Höhere Konzentrationen kommen vor allem am Körper zum Einsatz, etwa an besonders trockenen, verhornten Stellen. Trag die Pflege auf die gereinigte Haut auf, gern auf leicht feuchte Haut, damit Urea Wasser binden kann.
Eine fettende oder hautidentische Schicht darüber schließt die Feuchtigkeit ein und verstärkt den Effekt bei sehr trockener Haut.
Für wen ist Urea (Harnstoff) geeignet?
Für trockene, raue, schuppige und zu Verhornungen neigende Haut, in niedriger Konzentration auch fürs Gesicht.
Urea (Harnstoff): worauf du achten solltest
Urea ist gut untersucht und meist gut verträglich. Auf frisch rasierter, gereizter oder rissiger Haut kann höher dosierter Urea aber brennen oder kribbeln. Auf empfindlicher Gesichtshaut bleib lieber bei niedrigen Konzentrationen.
Urea ist Pflege und kein Heilmittel. Bei stark schuppenden, juckenden oder entzündeten Hauterkrankungen ersetzt er keine ärztliche Behandlung, auch wenn er oft begleitend eingesetzt wird. Wenn deine Haut dauerhaft sehr trocken bleibt oder Risse bekommt, lass das von einer Hautärztin oder einem Hautarzt abklären.
Häufige Fragen zu Urea (Harnstoff)
Was macht Urea (Harnstoff) für die Haut?
Urea ist ein natürlicher Feuchthaltefaktor. Er bindet Wasser in der Hornschicht und macht trockene, raue Haut geschmeidiger. Hoch dosiert löst er zusätzlich Verhornungen.
Ist Urea in Tays Natural enthalten?
Nein. Tays Natural ist reiner Rindertalg, je nach Sorte mit einem natürlichen Öl. Urea ist nicht zugesetzt, lässt sich aber gut mit Tays Natural kombinieren.
Welche Urea-Konzentration brauche ich?
Bis etwa fünf Prozent wirkt Urea feuchtigkeitsbindend und ist auch fürs Gesicht geeignet. Ab zehn Prozent löst er zusätzlich Verhornungen, das nutzt man vor allem am Körper.
Brennt Urea auf der Haut?
Auf intakter Haut meist nicht. Auf frisch rasierter, gereizter oder rissiger Haut kann höher dosierter Urea aber kribbeln oder brennen. Dann lieber niedriger dosieren.
Kann ich Urea mit Tallow kombinieren?
Ja, das ergänzt sich gut. Urea bindet Wasser, Tallow liefert die Lipide, die das Wasser in der Haut halten. Nutze die Urea-Pflege und setz darüber etwas Tallow Balm.
Hilft Urea bei sehr trockenen Fersen oder Ellbogen?
Ja, hoch dosierter Urea (zehn Prozent und mehr) ist an rauen, verhornten Körperstellen wie Fersen, Knien und Ellbogen beliebt, weil er die Haut aufweicht und glättet.
Kann zu viel Urea der Haut schaden?
In üblichen Pflegekonzentrationen ist Urea gut verträglich. Sehr hohe Konzentrationen wirken eher abtragend und können empfindliche oder verletzte Haut reizen. Auf intakter, trockener Haut ist niedrig dosierte Urea angenehm.
Was ist besser, Hyaluron oder Urea?
Beide spenden Feuchtigkeit auf unterschiedliche Weise. Hyaluron bindet Wasser an der Oberfläche, Urea bindet Feuchtigkeit und macht raue Haut geschmeidiger. Bei sehr trockener, rauer Haut ist Urea oft angenehmer.